Nein zum Verpflichtungskredit Wallenmatt-Überbauung

Läge die Wallenmatt in einer Stadt, würde sie als Erholungsgebiet oder Parkanlage geschützt. Grosse Grünflächen würden zur Milderung der Klimakrise als kühlende Zonen bewahrt und ausgestaltet. Und müsste man sie zur Not wirklich überbauen, würde man sie wegen der Nähe zu Bach und Bahnhof autofrei, kinder- und fussgängerfreundlich gestalten.

Nun liegt wie aus der Zeit gefallen ein Grossprojekt mit 77 Wohnungen und 125 Parkplätzen vor. Dieses wird sowohl das hoch belastete lokale Strassennetz als auch die Schulinfrastrukturen noch mehr überlasten.

Bäretatze – Grüne Kölliken haben sich in den Zonenplanungen der Achtziger und Neunziger Jahre vergeblich gegen die überdimensionierten Einzonungen gewehrt, unter anderem auch im Gebiet Wallenmatt. Der anschliessende jahrzehntelange Rechtsstreit um den Gestaltungsplan hat zwar für juristische Klarheit gesorgt. Aber das Resultat vermag nicht zu befriedigen, weil sich die Dinge im neuen Jahrtausend wesentlich geändert haben. Leute ziehen für die grüne Umgebung auf das Land, das Klima bereitet zu Recht Sorge und erfordert „Lifere statt Lafere“, und nicht mehr das Auto, sondern der Mensch und eine lebenswerte Umgebung stehen im Zentrum jeder Ortsplanung.

Bäretatze – Grüne Kölliken empfehlen ein Nein bei der Referendumsabstimmung „Verpflichtungskredit Erschliessung Wallenmatt“. Dies ermöglicht einen Neustart und eine Gestaltung, die nicht nur Wohn- und Parkraum, sondern Lebensraum für Mensch und Natur bietet.

Nachtrag: Die Gemeinde lehnte die Finanzierung mit 246 Ja zu 536 Nein klar ab.

Veröffentlicht von Martin Bossard

Mensch. Engagierter Weltbürger. Schweizer mit Wiener Wurzeln. Kölliker.

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