Kölliken Solar: das Potenzial

So viel Solar-Potenzial hat die Gemeinde Kölliken gemäss Bund.:

Quelle: UVEK, 25.9.2022

Diese Dächer eignen sich in Kölliken für Solar: interaktive Karte des UVEK.

Zum Vergleich: Das gemeindeeigene Elektrizitätswerk EWK Energie AG setzt zurzeit rund 26 GWh (= 26’000’000 kWh) pro Jahr um. Der Gesamtbedarf könnte also gedeckt werden, indem auf allen geeigneten Dächern Photovoltaik installiert wird. Ohne zu sparen! Und ohne AKW, Kohle, Gas oder Erdöl…

Quelle: EWK Energie AG, Jahresbericht 2021

Wie weit sind wir in Kölliken?

Der Energiereporter von EnergieSchweiz liefert aktuelle Zahlen zu Solarflächen, Elektroautos und nachhaltigen Heizungen. In Kölliken fahren 98.3 Prozent der Fahrzeuge mit Benzin und Diesel, 69.8 Prozent der Heizungen benötigen Erdöl oder Erdgas, und 92.5 Prozent der geeigneten Dächer sind noch nicht mit Photovoltaik bestückt. Das Potenzial ist gross, und die Zeit drängt – Stichwort Klima und Ukraine-Krieg.

Quelle: energieschweiz, Stand 25.9.2022

Weitere Potenziale (Auswahl)

Kleine Ideensammlung, was neben Photovoltaik-Dächern und -Fassaden sonst noch gemacht werden könnte.

Sparen, effiziente Nutzung: Elektrospeicheröfen innert fünf Jahren durch Wärmepumpen ersetzen. Eine Wärmepumpe braucht für gleich viel Wärme nur ein viertel des Stroms eines Speicherofens.

Photovoltaik: Autobahnbord bzw. -überdachung (mit Lärmschutz); SMDK mit grossem Agro-Photovoltaik-Versuch. 5 Hektaren decken ungefähr den halben Bedarf Köllikens.

Biogas: optimierte Gasnutzung, -verstromung in der Kläranlage. Ev. Beteiligung an überkommunaler Biogasanlage, Verstromung von Grün-/Holzabfuhr-Überschuss.

Wind: als mittel- bis langfristige Option mit ein bis drei Windrädern. Ein Windrad kann 4 bis 7 GWh Strom pro Jahr erzeugen.

Wasser: optimierte Pumpung und Stromrückgewinnung im Wassernetz.

Holz: Holzschnitzelheizung der Gemeinde als Wärme-Kraft-Koppelungsanlage ausgestalten. Die Gas-Backupheizung für Notfälle im Winter nutzen oder mit Power-to-Gas kombinieren. Wärmeverbund vergrössern.

Sparen, effiziente Nutzung: Elektrospeicheröfen innert fünf Jahren durch Wärmepumpen ersetzen. Belohnungssystem bei Tarifierung. Aktiver Aufbau von Beratungs- und Aufklärungsangeboten.

Netz, Speicherung, Steuerung anpassen: E-Autos systematisch ins Gemeindenetz integrieren (bidirektionales Lademanagement); grössere kurzfristige Pufferspeicher (z.B. Salzbatterie); clevere Steuerung (Autos, Heizungen, Industrieprozesse), Power to Gas (Wasserstoff) im Sommer (mit Gasspeicher z.B. unterirdisch bei SMDK)

Stabilität, Krisensicherheit: Beteiligung an Notstrom-Anlagen von Privaten und Industrie. Zivilschutz-Notstromanlage (falls vorhanden).

Nutzung der zentralen Lage: Wasserstoff- und Elektrotankstellen an Autobahn, Hauptleitung Erdgas in der Gemeinde (Einspeisung, Entnahme P2G-Wasserstoff), Photovoltaik entlang der Autobahn, SMDK-Gelände als neu zu nutzender Raum für Agrophotovoltaik und Energie-/Gasspeicheerung mit sehr guten Anschlüssen.

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Strompreise in Kölliken

Die Strompreise in Kölliken steigen für 2023 nur gering an. Für 2024 ist allerdings ein starker Anstieg zu erwarten. Grüne – Bäretatze Kölliken wollen nun schnell vorwärts machen mit der Energieproduktion vor Ort.

Weil die Kölliker EWK Energie AG Strom für das Jahr 2023 bereits im Jahre 2020 beschafft hat, wird der Strompreis in Kölliken nur geringfügig ansteigen. Für das Jahr 2024 ist allerdings mit einer massiven Preiserhöhung zu rechnen.

Das EW empfiehlt „Kunden und Kundinnen, das günstige Jahr 2023 nun zu nutzen, um einerseits den eigenen Stromverbrauch zu optimieren, und andererseits Rücklagen zu machen, um die zu erwartende Kostensteigerung in den Jahren 2024 und 2025 abzufedern.“

Grüne – Bäretatze Kölliken empfiehlt dem EW, den Bau der eigenen Energieproduktion – insbesondere von Fotovoltaik im Dorf – endlich schnell voranzutreiben. Bisher waren die Einspeisevergütungen so niedrig, dass sich eine Installation nicht lohnte.

Eine ganze Reihe von Vorschlägen sind seitens Grüne – Bäretatze Kölliken in Erarbeitung. Wir betrachten es als Chance, dass Kölliken ein eigenes EW besitzt. Diese ist nun aber aktiv zu nutzen.

Ja zur Massentierhaltungs-Initiative

Grüne – Bäretatze Kölliken empfehlen ein Ja zur Massentierhaltungsinitiative.

Die Initiative setzt sich für mehr Tierwohl in der Schweizer Landwirtschaft ein. Sie möchte, dass Nutztiere ihr kurzes Leben hierzulande nicht in grossen, fabrikähnlichen Mastbetrieben verbringen müssen. Konkret bedeutet dies, dass alle Schweizer Betriebe mit Tierhaltung in 25 Jahren folgende Bedingungen erfüllen müssen:

  • Tierfreundliche Unterbringung und Pflege mit mehr Platz pro Tier, Einstreu, der Möglichkeit zum Spielen und einer artgerechten Fütterung
  • Zugang ins Freie mit täglichem Weidegang und langsamer wachsende Rassen
  • Schonende Schlachtung mit kurzen Transportwegen, besserer Kontrolle des Betäubungsverfahrens und schonende Schlachtmethoden
  • Maximale Gruppengrösse pro Stall und weniger Tiere pro Hektar Weidefläche

Damit nicht einfach Massentierhaltungsprodukte aus dem Ausland importiert werden, fordert die Initiative, dass importierte Tierprodukte den neuen Schweizer Standards entsprechen.

Warum Bio noch viel mehr für das Tierwohl leistet, erklärt dieser Blogbeitrag von Bio Suisse.

Warum Bio Suisse als Dachverband der Schweizer Biobäuer:innen die Initiative unterstützt, wird auf dieser Seite erklärt.

Weitere Infos

Seite der Initiant:innen

Seite der Gegner:innen

Infos für Ukrainer:innen

Інформація для українців

Auf dieser Seite finden Sie Informationen für Ihren Aufenthalt im Kanton Aargau.

Allgemeine Informationen

Інформація для українців (Merkblatt für Geflüchtete auf Ukrainisch) (PDF, 5 Seiten, 344 KB)
Merkblatt für Geflüchtete auf Deutsch (PDF, 5 Seiten, 155 KB)
Безкоштовна гаряча лінія перекладу для біженців та волонтерів (Dolmetsch-Hotline für Geflüchtete und Helfende) (PDF, 65 KB)
hallo-aargau.ch (auf Ukrainisch)
Merkblatt Kantonszuweisung (PDF, 204 KB)
Поширені запитання і відповіді щодо розподілу за кантонами Україна (Merkblatt Kantonszuweisung auf Ukrainisch) (PDF, 267 KB)

Informationen zur materiellen Hilfe

Das Gesuch um materielle Hilfe und weitere Informationen finden Sie im Servicebereich.
Servicebereich

Informationen zur Volksschule im Kanton Aargau

Основна школа у кантоні Аарґау / Інформація для батьків (Die Volksschule im Kanton Aargau auf Ukrainisch) (PDF, 17 Seiten, 1,2 MB)
Die Volksschule im Kanton Aargau auf Deutsch (PDF, 16 Seiten, 1,2 MB)

Gesundheitsinformationen

Das Ausfüllen des interaktiven Fragebogens ermöglicht eine erste Anamnese in verschiedenen Sprachen und kann beim Besuch einer Gesundheitsfachperson vorgelegt werden: MM-Mobile

FAQ zu Tuberkulose auf Ukrainisch, Russisch, Deutsch und in 17 weiteren Sprachen.

Wissenswertes zu diversen Gesundheitsthemen: Migesplus und BAG
Informationen zu Infektionskrankheiten, Schwangerschaft und psychischen Störungen: Medic-Help

Wer in der Schweiz in seiner körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist, hat Anspruch auf Unterstützung. Die Opferberatung Aargau ist für Sie da: 062 835 47 90

Kurzinformationen zur Opferhilfe auf Ukrainisch
Kurzinformationen zur Opferhilfe auf Russisch

Seltsame Vorgänge um SMDK-Zonierung

In den Nutzungsplänen der Gemeinde Kölliken wurde bisher das Areal der ehemaligen Sondermülldeponie noch keiner Nutzungszone zugewiesen. Mit der vorliegenden Teilrevision der Nutzungsplanung Kulturland soll der weisse Fleck aus der Zonenplanung verschwinden. Die schier unendliche und erfreuliche Geschichte hat noch kein Happy End: es sind noch drei Einsprachen von Umweltverbänden hängig.

Ein Artikel von Flurina Sirenio im ZT vom 22. April, in der AZ vom 23. April und im Landanzeiger vom 28. April weckt falsche Erwartungen: Deponie-Amphibien sind gerettet. Diese Aussage ist sehr voreilig. Sie erfolgte vor den Verhandlungen mit den Umweltverbänden und vor den Beschlüssen des Gemeinderats und der Gemeinde. Der Artikel soll offensichtlich Druck aufsetzen. Leider ist die Aussage gleich doppelt falsch.

Inhaltlich falsch: Die Qualität des früheren Amphibienschutzgebiets von nationaler, kantonaler und kommunaler Bedeutung dürfte sich mit den vorgesehenen Massnahmen nicht wieder herstellen lassen.

Juristisch falsch: Die Absicherung ist noch nicht erfolgt. Die vorgeschlagene Zonierung enthält einige der wichtigsten Massnahmen nicht (z.B. zum Wasserhaushalt und zur biologische Bewirtschaftung). Diese müssen privatrechtlich abgesichert werden. Die Verhandlungen zwischen dem SMDK-Konsortium und den Umweltverbänden zur privatrechtlichen Absicherung werden erst in der Kalenderwoche 18, also etwa eine Woche vor der Gemeindeversammlung stattfinden.

Der Gemeinderat hat am 25. April 2022 seine Beschlüsse gefasst und wird diese der Gemeinde vorlegen. Wie sie genau aussehen, geht aus der Gemeindeversammlungs-Broschüre nicht hervor, die vorher in Druck ging. Auch die ausführliche Broschüre enthält keine Angaben und ist aktuell nicht auf der Homepage der Gemeinde abrufbar.

Die Beschlüsse wurden also gefasst, bevor die Einspracheverhandlungen mit Pro Natura, WWF und BirdLife sowie dem SMDK-Konsortium stattfanden. Die Beschlüsse standen demnach schon vorher fest, der Verhandlungsspielraum war null. Dieses Vorgehen widerspricht dem Sinn und Buchstaben des Raumplanungsgesetzes.

Damit ist es zurzeit offen, ob die Umweltverbände Beschwerde beim Regierungsrat führen werden. Dies können sie innert 30 Tagen nach Publikation des Entscheids der Gemeindeversammlung. Das Rechtsverfahren würde die Weiterarbeit wahrscheinlich blockieren, insbesondere auch die weitere Auffüllung der Deponie.

Erfolgreicher Bring- und Holtag in Kölliken

Am 22. und 23. April 2022 fand in Kölliken der Bring- und Holtag statt. Die Tauschbörse regt zu einem sorgfältigen Umgang mit unseren Ressourcen an. Nicht mehr benötigte Objekte wechseln kostenlos zu neuen Besitzer:innen und werden weiter genutzt, statt im Abfall zu landen. Vielzählige unbeschädigte Haushaltwaren wurden vorbei gebracht, wie Küchenhilfen, Geschirr, Spielwaren, Vorhänge, Taschen, Dekorationen, Pflanzen, Töpfe, Bücher, CDs und vieles mehr. Mit etwas weniger Publikum als vor der Pandemie, dafür mit aufmerksamen Gästen, die sich ausgiebig Zeit nahmen für die Tauschobjekte und auch zu Kaffee und Kuchen verweilten. Nach der pandemiebedingten zweijährigen Pause konnte der von der Bäretatze-Die Grünen organisierte Bring- und Holtag wieder wie gewohnt durchgeführt werden. Mit Unterstützung durch die Gemeinde Kölliken, welche für diesen Anlass den Werkhof samt Festbänken zur Verfügung stellt. 

(Text von André Wullschleger)

Bring- und Holtag

Nicht alles ist wertlos, was nicht mehr gebraucht wird. So manches findet neue glückliche Besitzer. Unter der Leitung des Vereins Bäretatze findet der Bring- und Holtag im Werkhofareal dieses Jahr zum 14. Mal statt.


Bringtag: Freitag, 22. April 2022, 16.00 bis 18.00 Uhr
Holtag: Samstag, 23. April 2022, 09.30 bis 10.30 Uhr (mit Kaffee und Kuchen)

Der Bring- und Holtag ist für Bringende und Holende kostenlos. Die Annahmekontrolle entscheidet, ob ein Artikel angenommen wird oder nicht.


Angenommen wird
Vollständiges, Guterhaltenes, Funktionstüchtiges, Zimmerpflanzen, Gartenpflanzen,
Bücher, Kleider.
Grosse Sachen können mit Adresse angeschlagen werden.


Nicht angenommen wird
Ramsch, Defektes, elektrische Geräte, Matratzen, Autopneus, Mofas, Skis, Skischuhe, Möbel grösser als 1 Meter

Bio Suisse macht vorwärts beim Klima

An der Frühlings-Delegiertenversammlung setzte Bio Suisse ein starkes Zeichen für einen klimaneutralen Biolandbau in der Schweiz. Bis 2040 soll dieser in Richtung Netto Null Treibhausgasemissionen gehen, verlangt der neue Grundsatz. Um das zu schaffen, braucht es aber einen Wandel der gesamten Wertschöpfungskette bis zu den Konsumierenden. Mit diesem Entscheid übernimmt Bio Suisse eine Führungsrolle in der Klimadebatte.

Das freut Martin Bossard, den Bäretatze-Präsidenten und Leiter Politik von Bio Suisse. Die Bio Suisse-Delegierten anerkennen den dringenden Handlungsbedarf, gemeinsam mit den Knospe-Betrieben und den Lizenznehmenden wirksame Massnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen und stimmten für die Verankerung des Klimaschutz‘ als Grundsatz in den Richtlinien. Dieser zielt dabei in zwei Richtungen: Klimaschutz und Klimaresilienz. Wichtigstes Ziel ist die Reduktion der Treibhausgasemissionen in Richtung Netto Null bis 2040. Diese Ambition bezieht sich auf die gesamte Biolandwirtschaft und gilt nicht für jeden einzelnen Betrieb, da diese unterschiedliche Voraussetzungen und Möglichkeiten haben. Die Bio-Bäuerinnen und -Bauern betonen im Grundsatz auch, dass sie auf die Unterstützung der Partner in Verarbeitung und Handel angewiesen sind, um die Ziele zu erreichen. Der Klimaschutz sei eine Gesellschaftsaufgabe, so der Tenor. 

Bio Suisse übernimmt Führungsrolle in Klimadebatte
Der Biolandbau steht seit jeher für eine umwelt- und damit klimaschonende Landwirtschaft. Dieser Entscheid bekräftigt den Anspruch der Bio-Bäuerinnen und -Bauern, auch in der Klimadebatte eine Führungsrolle zu übernehmen. In der täglichen Arbeit tragen Bio-Produzent:innen bereits heute zum Klimaschutz bei. Die Pflege und der Aufbau eines gesunden Bodens stehen im Zentrum des Biolandbaus und fördern massgeblich die Speicherung von Kohlenstoff. Das Biosystem ist zudem ressourcen- und energiesparend, indem die Betriebe zum Beispiel keine synthetischen Düngemittel verwenden. Auf diesem Wissen kann aufgebaut und die positive Wirkung des Biolandbaus gestärkt werden. 

Netto Null im Biolandbau ist möglich
Für den Entscheid stützt sich Bio Suisse unter anderem auch auf eine Vorstudie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL. Das FiBL hat das Thema Klimaneutralität und -resilienz im Biolandbau untersucht. Erstmals wurden dabei biospezifische Auswertungen und Prognosen für ein ganzes Land erstellt. Die Studie zeigt auf, dass im Biolandbau Netto Null-Treibhausgasemissionen möglich, aber sehr ambitioniert sind. Mögliche Handlungspfade werden benannt und der Forschungsbedarf aufgezeigt. 

Parolen der Grünen zur Abstimmung vom 13.2.2022

  1. Bundesgesetz über ein Massnahmenpaket zugunsten der Medien: JA
  2. Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot»: NEIN
  3. Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»: JA
  4. Änderung des Bundesgesetzes über die Stempelabgaben: NEIN

Hier geht es zum Bericht der Aargauer Zeitung über die Diskussion an der Mitgliederversammlung der Grünen Aargau vom 18.1.2022.